Weitere Mützen (z.B. militärisch)

Die Bärenfellmütze ist eine Kopfbedeckung, die von Einheiten verschiedener Streitkräfte als Teil der Paradeuniform getragen wird, außerdem die Kopfbedeckung tatarischer Völker. Die britische Bärenfellmütze ist 18 Zoll (45,72 cm) hoch und wiegt 1,5 britische Pfund (680 g). Zur Unterscheidung tragen die Regimenter sie mit verschiedenfarbig und unterschiedlich gestalteten Feder- oder Haarbüschen, dem Stutz.

Die Bergmütze, in Deutschland gelegentlich auch Skimütze bzw. Graumütze genannt, ist eine aus der österreichischen Militärtradition stammende Kopfbedeckung, die sich aufgrund ihrer praktischen Eigenschaften bei verschiedenen Berufsgruppen und Organisationen international verbreitete und teilweise bis heute großer Beliebtheit erfreut

Ein Barett ist eine schirmlose runde oder eckige Kopfbedeckung aus Stoff, Samt oder gefütterter Seide. Das Wort wurde im 15. Jahrhundert aus dem mittellateinischen barretum/birretum entlehnt. Das Barett ist weltweit Bestandteil vieler Uniformen, meist im militärischen oder polizeilichen Bereich, jedoch auch von zivilen Organisationen.

Die Konfederatka (im Deutschen auch Konföderatka, „Bundesmütze“, im Polnischen auch rogatywka, „Eckenmütze“, genannt) ist eine traditionelle Mütze der polnischen Ulanen, die mit dem Einsatz polnischer Legionen durch Napoleon Bonaparte während der Koalitionskriege in ganz Europa zum Vorbild für die Tschapka wurde.

Die Papacha oder Kosakenmütze ist eine traditionelle und bis heute weitverbreitete kaukasische Kopfbedeckung für Männer und Jungen, die darüber hinaus auch in einigen Teilen Mittelasiens, Vorderasiens und bei den russisch-ukrainischen Kosaken traditionell ist. Sie ist auch ein bekannter Teil der Männertracht der Turkmenen, Karakalpaken, Krimtataren und Nogaier in westlichen Teilen der eurasischen Steppen. In der Regel ist sie aus Lamm- beziehungsweise Schaffell gefertigt.  

In der kaiserlich-russischen und sowjetischen Armee wurde die Papacha als repräsentative Winter-Kopfbedeckung für Marschälle und Generäle Uniformbestandteil der Streitkräfte. Die Russischen Streitkräfte haben sie beibehalten.

Ein Turban (aus dem Italienischen turbante, über Türkisch tülbent von Persisch dulband),  ist eine Kopfbedeckung orientalischen Ursprungs, bestehend aus einem oder mehreren langen Stoffstreifen, die nach einer speziellen Methode um den Kopf oder eine darunter getragene Kappe gewickelt werden. Getragen werden Turbane hauptsächlich in muslimischen Ländern und in Teilen Indiens in zahlreichen lokalen Varianten

Der Ausdruck Dastar bezeichnet den Turban der Sikhs, der vorwiegend von Männern getragen wird. 

Der Dastar wird jeden Morgen neu gebunden und verdeckt die aus religiösen Gründen ungeschnittenen Haare der Sikhs.

Der Turban der Tuareg wird Schesch  oder Tagulmust genannt. Er besteht aus einer rechteckigen Stoffbahn, die zwischen vier und zehn Metern lang ist. Im Gegensatz zu den Verschleierungen der Frauen mit Burka und Tschador ist in der Gesellschaft der Tuareg nur das Gesicht des Mannes bedeckt, lediglich die Augen bleiben frei. Die Kopfbedeckung schützt vor Sonne, Wind und Sand, hat jedoch auch die Funktion, den Mund, der als unreine Körperöffnung angesehen wird, zu verdecken

Tropenhelme gehören zum Stereotyp des europäischen Forschungsreisenden oder Kolonialherren in Afrika und Asien. Es gibt aber auch Gegenden, wo auch die einheimische Bevölkerung Tropenhelme trägt, so im Norden Vietnams. Erstmals wurden Tropenhelme 1868 von britischen Kolonialtruppen bei einem Feldzug in Äthiopien verwendet und sowohl von Infanteristen als auch von Kavalleristen getragen. Innerhalb weniger Jahrzehnte folgten die meisten Kolonialmächte dem britischen Beispiel. Dabei verwendete man üblicherweise Helme aus Kork mit Textilüberzug in Khaki.

Durch die Einführung moderner Werkstoffe wurde der Stahlhelm technisch überholt. Man entschied, einen Helm aus einer Aramidfaser zu projektieren, der nicht schwerer als 1,4 kg sein sollte. Die Entwicklung orientierte sich an dem Ende der 1970er-Jahre eingeführten PASGT-Helm (Personal Armor System for Ground Troops) der US-Army, der aus 29 Lagen Kevlar bestand. Da dieser moderne US-Helm bewusst die bewährte Form des deutschen Stahlhelms M35 aufgriff und modern interpretierte, gab auch der neue deutsche Gefechtshelm, der am 15. Januar 1992 eingeführt wurde, die alte amerikanische Linienführung auf und näherte sich optisch dem M35 an

Weitere Links