--------------Geschichte der Polizeimützen----------------

Quelle: „Hermann Historica Auktionen“
Quelle: „Hermann Historica Auktionen“

Die Schirmmütze ist eine Form der Kopfbedeckung. Sie ist eine Mütze, welche immer einen Schirm im gedachten Viertelkreis der runden Mütze trägt. Sie entstand aus dem Tschako, einer militärischen Kopfbedeckung des 19. Jahrhunderts, durch schrittweise Verkleinerung des Hutturmes.

Etymologisch leitet sich der Begriff POLIZEI vom altgriechischen Polis (zu Deutsch: „Stadt“) ab. Er bezeichnete außerhalb Griechenlands zunächst als Modewort der Römer die gesamte öffentliche Verwaltung.

Im Arabischen bezeichnet al-musta-kah einen Pelzmantel mit langen Ärmeln. Daraus entstand das mittellateinische Wort almutia, womit ein Kapuzenmantel der Mönche gemeint war. Im Mittelhochdeutschen engte sich die Bezeichnung almuz immer mehr auf die Kapuze ein und wurde schließlich zu MÜTZE verkürzt.


MORION

Der Morion war ein offener Helmtypus, der in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts aus dem Eisenhut entstand.

Die Helmglocke der frühen Morions war konisch geformt und von einer breiten Krempe umgeben, die an der Vorder- & Hinterseite des Helmes nach oben geklappt war und spitz zulief. Hochwertige Exemplare wurden aus einer einzigen Stahlplatte geschmiedet und oftmals aufwändig verziert. Der Morion wurde bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts verwendet und fand zunächst bei Pikenieren, später vor allem bei Stadtwachen und Leibgarden , den frühzeitlichen "Polizisten", Verbreitung. Die Schweizergarde des Vatikans trägt sie auch heute noch.


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Quelle: „Hermann Historica Auktionen“

GRENADIERMÜTZEN

Die Grenadiermützen bestanden aus Messingblech mit dem aufgeprägten Gardestern vom schwarzen Adler-Orden mit  einer  aufgeprägte Krone.

hier:  Grenadiermütze für Mannschaften des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1, Ende des 19. Jahrhunderts. 

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Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“

In Frankreich wurde der Vorderschild mit schwarzem Bärenfell überzogen. Um 1720 umschloss der Schild bereits ringförmig den gesamten Kopf, wobei er an den Seiten und hinten niedriger, über der Stirn aber deutlich höher war, so dass der ursprüngliche Zipfel der Mütze vollkommen eingefasst war. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts schließlich war die Mütze  im Ganzen erheblich in die Höhe gewachsen.

Quelle: „Hermann Historica Auktionen“
Quelle: „Hermann Historica Auktionen“

In Preußen wurden bis etwa 1730 ähnlich wie in England Mützen mit besticktem Vorderschild verwendet.

Dann wurde ein neuer Mützentyp eingeführt, bei dem der Schild aus Metall mit eingeprägten Wappen und Verzierungen bestand

Quelle: „Hermann Historica Auktionen“
Quelle: „Hermann Historica Auktionen“

 hier: Parademütze M 1894/97 für Grenadiere des preussischen                         1. Garde-Regiments

Gruppe von Palast Grenadiere.                     1870-80 Jahre mit Bärenfellmützen



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Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“

Der Kalpak oder Husaren-mütze  ist eine hohe, zuweilen spitze, kegelstumpfförmige oder zylindrische Mütze hauptsächlich aus Fell und/oder Filz für Männer, die von Zentralasien über den Kaukasus und die Türkei, bis zum Balkan getragen wird.

hier: Preussische Pelzmütze  1. Leib-Husaren Regiment

 

Aus dem Kalpak entwickelte sich der Kolpak, eine militärische Kopfbedeckung der leichten Kavallerie, besonders der Husaren, oder der leichten Artillerie

 

 

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Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“

hier: Preussische Pelzmütze für Mannschaften im Leib-Garde-Husaren-Regiment, um 1910

 

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Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“

hier:    Russische Husarenmütze für Offiziere des Iziumsky Husaren-Regiments.



Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“
Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“

PICKELHAUBE

Die Pickelhaube (amtlich seinerzeit: „Helm mit Spitze“) war eine zunächst rein militärische, dann auch polizeiliche Kopfbedeckung, die erstmals ab 1843 in der preußischen Armee Verwendung fand und später auch von anderen Ländern übernommen wurde.

hier: Preußen: Helm M 1842 für Mannschaften der Grenadiere.

 

 

Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“
Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“

Die Pickelhaube blieb nach dem Weltkrieg teilweise noch bei Polizei und Feuerwehr in Gebrauch.

 

hier:  

Helm für Mannschaften der Polizei um 1900.

Bekröntes Emblem mit Bandeau "In Treue fest 1848-1898"

 

Quelle: „Hermann Historica Auktionen“
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 hier: Helm für

Mannschaften der Infanterie-Regimenter, Russland um 1850

 

 

Auch in einigen anderen europäischen Ländern (z.B. von einigen englischen Regimentern), in lateinamerikanischen Staaten und in den USA wurden von einigen militärischen oder polizeilichen Formationen zeitweilig Pickelhauben getragen. In England, Chile und Schweden werden Helme in Pickelhaubenform heute noch von Paradeeinheiten bei besonderen Anlässen getragen.



BOBBYHELM

Auch der Helm der britischen Bobbys ist eine Abwandlung der ursprünglichen, höheren Version der Pickelhaube. Ein englisches Polizeimodell hat auch eine Spitze mit einer Kugel. Bei der Paradeuniform der britischen Gardekavallerie ist die Spitze durch den Rosshaarbusch ersetzt. Der Custodian helmet (engl. etwa: „Aufseher-Helm“) ist die typische Kopfbedeckung der britischen Polizei. Er wird vor allem bei Fußstreifen und dann nur von Männern bis zum Rang des Sergeants getragen. Der Helm ist bei Polizeieinheiten in England und Wales, aber nicht in Schottland und Nordirland eingeführt. Außerdem tragen den Helm die Polizei auf den Inseln Jersey, Guernsey und Isle of Man, in Gibraltar und Bermuda. Der Helm besteht aus Kork und ist mit Filz überzogen. Dazu hat er ein Mützenband.

Ähnliche Helme wurden in Australien und Neuseeland getragen, sind aber mittlerweile ausgemustert.

Der Helm wurde 1863 von der Metropolitan Police eingeführt, um den bisher getragenen Zylinder zu ersetzen.



TSCHAKO

Der Tschako ist eine vorwiegend militärische Kopfbedeckung von zylindrischer oder konischer Form. In der Regel besitzt er einen Augen-, manchmal auch einen Nackenschirm. Das ungarische Wort csákó bedeutet „Husarenhelm“. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstand aus der Flügelkappe der ungarischen Husaren der Tschako. Aus ihm entwickelten sich durch Verkleinerung und Materialeinsparung die Schirmmütze und das Képi.

Anfänglich wurde der Tschako aus Filz, später auch ganz oder teilweise aus Leder gefertigt, um den Träger vor Säbelhieben zu schützen. Hinzu kam oft ein in der Regel metallener Kinnriemen (Schuppenkette), der zusätzlichen Schutz bot. Normalerweise waren Filz bzw. Leder in schwarz gehalten, speziell bei den ungarischen Husaren wurde Filz in verschiedenen Farben verwendet. Bei der Polizei wurde der Korpus normalerweise aus Vulkanfiber hergestellt.

Als Teil der Polizei-Uniform war er in Deutschland bis zum Ende des Ersten Weltkrieges ungebräuchlich; Polizeien und Gendarmerien in den Bundesstaaten des Kaiserreichs trugen als Kopfbedeckung meist die Pickelhaube. Zur Polizei kam der Tschako in Deutschland über Jägereinheiten, die im revolutionären Berlin des Jahres 1919 Polizei-Aufgaben wahrnahmen. Polizei-Offiziere trugen ihn in mittelbraunem statt schwarzem Leder. 

Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“
Quelle: „Hermann Historica Auktionen, München“

Nach 1945 blieb der Tschako in der britischen Besatzungszone, in Ost- und West-Berlin und der SBZ/DDR Teil der Polizeiuniform. In beiden Teilen Deutschlands wurde der Tschako bis Mitte der 1960er-, in Nordrhein-Westfalen bis Anfang der 1970er-Jahre getragen.

 



KÄPPI / KÉPI

Ein Käppi (französisch Képi) ist eine militärische Kopfbedeckung, im engeren Sinne ein leichter, niedriger Tschako, wie er zur Uniform der französischen Armee und Gendarmerie getragen wird.

Das Képi war bis Ende des 20. Jahrhunderts die gebräuchlichste Kopfbedeckung in den Französischen Streitkräften. Das Képi kam in den 1830er Jahren auf. Zunächst wurden den verschiedene Kopfbedeckungen, die casquettes d’Afrique (Französisch: afrikanische Kopfbedeckungen), ausgegeben, bis sich das Képi 1852 als bonnet de police à visière (Polizeimütze mit Mützenschirm) herausbildete.

Um 1900 war die Kopfbedeckung schließlich bei den meisten Einheiten der Armee eingeführt worden. Auch das goldene oder silberne Geflecht an den Mützen für Offiziere wurde eingeführt, ebenso die bis heute benutzten verschiedenen Farben der Truppengattungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Képi weiterhin zur Dienstuniform getragen, nicht mehr zur Kampfuniform. Dennoch war es nicht mehr oft in der Öffentlichkeit zu sehen, da meist das Barett getragen wurde.

Heute wird es nur noch zur Ausgehuniform oder zur Paradeuniform getragen, während zum Dienstanzug heute meist das Béret (Barett) getragen wird.


Feldmütze
Feldmütze

FELDMÜTZE

Eine Feldmütze ist eine textile militärische oder paramilitärische Kopfbedeckung, manchmal auch ohne Schirm. Sie wird von Angehörigen fast aller Streitkräfte getragen, sowohl im Kampfeinsatz, wenn die Situation nicht geeignet scheint, einen Helm zu tragen.

Viele Armeen haben aus Gründen der Einheitlichkeit eine „Pflicht zur Kopfbedeckung“. Viele heute verwendete Feldmützentypen sind bereits seit dem Ersten Weltkrieg bekannt. Moderne Feldmützen sind zumeist im selben Farbton oder Tarnmuster, oft auch aus demselben Material wie die übrige Bekleidung des Soldaten. Feldmützen oder Feldkappen können sowohl mit Abzeichen oder Kokarden als auch Namensschildern ausgestattet sein.

Feldkappe
Feldkappe


 



SCHIFFCHEN

Das Schiffchen ist eine aus der schottischen Militärtradition stammende Kopfbedeckung, die sich über ihren internationalen militärischen Gebrauch hinaus bei verschiedenen Berufsgruppen und Organisationen verbreitet hat und teilweise bis heute großer Beliebtheit erfreut.  Der in Deutschland geprägte Name Schiffchen leitet sich von seiner bootsförmigen Form ab. Verschiedene Polizeieinheiten tragen es heute noch, so Jordanien, Finnland, Schweden, etc.

In Schottland ist dieser Mützentyp unter der Bezeichnung Glengarry bonnet  bekannt.



BARETT

Das Wort barretum/birretum hat seinen Ursprung im altgriechischen βίρρος, birrus, einem kurzen Umhang mit Kapuze. Man glaubt, dass der Ursprung des Wortes birrus im keltischen liegt. Im Irischen hat sich dazu das Wort bai read erhalten.

Im neuzeitlichen Militärwesen wurde das Barett erstmals 1889 bei den französischen Gebirgsjägern eingeführt. Mit Gründung der Reichswehr verschwand das kaiserzeitliche Barett bei der Truppe. Stattdessen führte man 1919 die bis dahin nur für die Offiziere typische Schirmmütze auch bei den Mannschaften ein. Das Barett ist weltweit Bestandteil vieler Uniformen, meist im militärischen oder polizeilichen Bereich, jedoch auch von zivilen Organisationen.


TROPENHELM

Ein Tropenhelm ist eine vor allem in den tropischen und subtropischen Ländern verbreitete Kopfbedeckung der Polizei zum Schutz vor Sonneneinstrahlung und/oder Regen. Zusätzlich kann der Tropenhelm auch einen gewissen mechanischen Schutz gegen herabfallende Objekte bieten.

Der Helm besteht aus einem formgebenden Kern aus Kork, Holundermark, Kunststoff oder Pappmaché sowie einem in der Regel textilen Überzug. Die britische Form erinnert an den Helm eines englischen Streifenpolizisten (Bobby). 


 

BUSH HAT

Der Bush Hat oder Akubra Hut (von dem Wort der australischen Ureinwohner für Kopfbedeckung) wurde 1874 in Tasmanien eigeführt und wurde zu einer australischen Legende.

Akubra Hüte werden aus Kaninchenhaarfilz hergestellt. Sie werden auch heute noch in sehr aufwendiger Handarbeit gefertigt.


 

TURBAN

In muslimischen Ländern und in Teilen Indiens getragene Kopf- bedeckung, die aus einem gewundenen Schal besteht.

Im 17. Jahrhundert von italienisch turbante entlehnt, das über türkisch tülbent auf persisch dulbänd zurückgeht.

 

KUFIYA (BEDUINENKOPFTUCH)

Die Kufiya ist ein von Männern getragenes Kopftuch in der arabischen Welt. Der arabische Begriff ist abgeleitet vom Namen der irakischen Stadt Kufa. Das Tuch wird von Arabern zum Schutz vor der Sonne getragen. Durch den Nahostkonflikt in Palästina kam das Tuch zur Bezeichnung „Palästinensertuch“. In Armeekreisen ist es als Schemag bekannt

 


 

SONGKET
Typische malaiische Kopfbedeckung


 

MOUNTIE HAT
Dieser Hut wird von der Royal Canadian Mounted Police (abgekürzt RCMP) auf deutsch:  „königliche kanadische berittene Polizei“, Kurzbezeichnung Mounties, aber auch bei den Ausbildern der US Marines  verwendet.

 


 

STETSON
Amerikanische Version der State Trooper

 


BASECAP
Ein Baseballcap (kurz Cap oder Kappe, Basecap (Scheinanglizismus), auch Baseballkappe) ist eine Variante der Schirmmütze mit etwas größerer Sonnenblende, welche ursprünglich vor allem in den Vereinigten Staaten und unter Jugendlichen getragen wurde, mittlerweile jedoch weltweit und die auch zur Dienstmütze vieler Behörden und anderer Organisationen avancierte. Sie hat ihren Ursprung als Kopfbedeckung von Baseball-Spielern, ist aber mittlerweile allgemein auch Teil von Dienstbekleidungen.

Baseballcaps sind in der Regel aus Leinen, Baumwolle oder Wolle gefertigt, auf der Vorderseite versteift und besitzen statt einer Hutkrempe vorne einen versteiften Schild, der wie bei einer althergebrachten Schirmmütze als Sonnen-, Regen- und darüber hinaus als Stoßschutz dient.

 


 

USCHANKA
Die Uschanka (russisch ушанка) ist eine auch für extrem kalte Wetterverhältnisse geeignete Kopfbedeckung. In unterschiedlichen Ausführungen wurde sie den verschiedenen Bedürfnissen angepasst. Die Bezeichnung Uschanka (von russ. "uschi" у́ши, Ohren) weist auf die Möglichkeit hin, die am Mützenrand eingenähten, nach oben aufgeschlagenen Klappen bei großer Kälte zum Schutz von Ohren und Nacken und eventuell auch der Stirn herunter zu klappen. Das Vorbild für die Uschanka wurde in den 1930er Jahren beim finnischen Militär eingeführt, hat sich aber nach 1941 durch ihre Adaption und den Gebrauch als Standard-Kopfbedeckung der sowjetischen Streitkräfte sowie Polizeikräfte für den Winter über die ehemaligen Staaten des Ostblocks hinaus international verbreitet.

 


 

TSCHABKA

Eine viereckige Kopfbedeckung, die Tschapka (von polnisch czapka, „Mütze“), später auch Rogatywka, etwa „Eckenmütze“, oder Konfederatka, „Bundesmütze“, genannt. Sie stammt von der Kopfbedeckung in der Volkstracht (Krakowiak) der Gegend von Krakau ab und ist noch heute, in verschiedenen modernisierten Formen, wieder die Mütze der polnischen Landstreitkräfte. 

 


 SCHIRMMÜTZE

Die Schirmmütze, Schildkappe oder Tellerkappe (in Österreich) ist eine Form der Kopfbedeckung. Sie ist eine Mütze, welche immer einen Schirm im gedachten Viertelkreis der runden Mütze trägt. Sie entstand aus dem Tschako, einer militärischen Kopfbedeckung des 19. Jahrhunderts, durch schrittweise Verkleinerung des Hutturmes.

Der Schirm der Schirmmütze dient in erster Linie dem Schutz der Augen vor der Sonneneinstrahlung, aber auch des Gesichts vor Regen. Die Schirmmütze unterscheidet sich damit von einem Hut, welcher meist weitere Regionen des Kopfes, wie Ohren und Nacken beschattet. Schirmmützen werden üblicherweise als Standarduniformteil bei der Polizei, dem Militär, der Feuerwehr und der Seefahrt getragen. Auch die Grundform der Schüler- und der Studentenmütze ist die einer Schirmmütze. Oft ist die Schirmmütze Anbringungsort von Dekorationen, die dem amtlichen Rang des Trägers Ausdruck verleihen.

                                                                                                                                                               Quelle Wikipedia


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